WordPress Updates muss das sein?

Denkst du auch, dass WordPress Updates überflüssig sind? Das ist falsch! Viele Kunden haben das gedacht. Und schon ist es passiert. Die Website geht nicht mehr oder schlimmer sogar die Website wurde gehackt. Aufgrund von Zeitmangel wurden Backups natürlich nicht geschrieben.

Das hätte mit geringem Aufwand vermieden werden können. Nimm dir Zeit und mach vor jeder Wartung ein Backup. Sollte doch beim Aktualisieren etwas kaputtgehen, dauert es 5 Minuten, bis das Backup wieder eingespielt ist. Liest du gerade diesen Artikel und das Unglück mit deiner Website ist schon passiert?
Deine Website wurde gehackt oder ist kaputt?

Die Lösung könnte dein Provider sein
Ruf deinen Provider an und frage nach, ob automatische Backups geschrieben wurden. Mit etwas Glück macht dein Provider regelmäßig Backups und kann dieses wieder einspielen. Aber verlasse dich nicht auf deinen Provider. Diesen Service haben nicht viele Provider und manche lassen sich den Aufwand gut bezahlen.

Inhalte im Überblick

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WordPress Updates

Wie oft sollte WordPress aktualisiert werden?

Immer wenn neue Updates verfügbar sind, sollten diese schnellstmöglich NACH einem Backup aktualisiert werden. Da du bestimmt nicht Lust hast, deine Website dauerhaft auf neue Updates zu überprüfen, solltest du mindestens 1 Mal die Woche die Website auf Updates überprüfen. Zu Not reicht auch einmal im Monat aus, aber länger ist nicht zu empfehlen.

WordPress in 9 Schritten updaten, so gehst du vor

  1. Backup vorher schreiben
  2. Wartungsmodus aktivieren
  3. Cache-Plugins deaktivieren
  4. Plugins updaten
  5. Theme aktualisieren
  6. WordPress updaten
  7. Alle Seiten auf Fehler überprüfen
  8. Cache-Plugin aktivieren
  9. Wartungsmodus deaktivieren

Backup vorher schreiben

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Backup mit Duplicator

Ich verwende das Plugin Duplicator gerne. Ein Backup geht mit wenigen Klicks und das Backup wiederherstellen dauert keine 5 Minuten. Wenn Duplicator installiert ist, befindet sich links ein Menüpunkt “Duplicator”. Klicke darauf und es öffnet sich die Archivseite, wo sich alle Backups befinden. Oben rechts gibt es einen Knopf „neues erstellen“. Drücke darauf und schreibe ein Backup.

Wartungsmodus aktivieren

WordPress hat zwar einen eigenen Wartungsmodus, aber dieser ist nicht wirklich attraktiv. Außerdem wäre die Website für alle wieder zugänglich, sobald das Update fertig ist. Sollte nun die Website kaputt sein, würde der User das auch sehen. Ich habe eine Anleitung für den perfekten Wartungsmodus geschrieben.

Cache-Plugin deaktivieren

Damit es nicht zu einer Kollision zwischen Update und gecachte Seite gibt, solltest du vor allen WordPress Updates dein Caching-Plugin deaktivieren. Typische Caching Plugins sind:

WP Rocket, Cache Enabler, Comet Cache, W3 Total Cache, WP Super Cache, WP Fastest Cache und Hyper Cache.

Plugins und Theme updaten

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Jetzt geht es ans Eingemachte. Navigiere in WordPress-Backend in den Menüpunkt Plugins. Alle Plugins, die ein Update zur Verfügung haben, müssen aktualisiert werden. Drücke auf die Schrift jetzt aktualisieren und warte ab, bis der Ladekreis fertig ist. Das machst du so lange, bis alle Plugins auf den neuesten Stand sind. Anschließend gehst du im Menü auf Design → Themes und bei einem verfügbaren Update, drückst du den Knopf. Jetzt sind deine Plugins und dein Theme auf den neuesten Stand.

WordPress updaten

WordPress Core Updates sind nicht so häufig wie Plugins oder Themes. Sollte doch ein vorkommen, kannst du wie beim Template oder einem Plugin einfach auf den aktualisieren Knopf drücken. Selbstverständlich hast du zuvor ein Backup geschrieben. Core Updates findest du im Menü unter Dashboard → Aktualisierung.

Abschließende arbeiten nach Updates

Wenn alle Updates fertig sind, muss jetzt geprüft werden, ob alle Seiten ganz geblieben sind. Schaue dir also in Ruhe alle Seiten an und prüfe, ob alles noch funktioniert. Bei großen Seiten machst du das natürlich nur stichprobenweise.

Wenn alles noch so aussieht, wie es aussehen soll, kannst du nun dein Cache-Plugin wieder aktivieren und den Wartungsmodus deaktivieren.

Idealerweise wiederholst du diesen Vorgang wöchentlich.

So vermeidest du Fehler bei WordPress Updates

Installiere dir das Plugin „Rollback Update Failure“. Mit dieser Erweiterung verringerst du die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem WordPress-Update etwas schiefgeht. Zudem ist es kostenlos. Bei jedem Update von einem Plugin oder einem Theme erstellt das Plugin eine Kopie von der alten Version. Sollte etwas kaputtgehen, wird automatisch die alte Version zurückgespielt.

Automatische Updates

WordPress bietet die Möglichkeit, Plugins automatisch zu aktualisieren. Hier ist aber Vorsicht geboten. Nach einem Update kann manchmal die Seite kaputtgehen. Bilder oder Texte sind zum Beispiel verschoben. Des Weiteren kann es zu Fehlermeldungen wie z. B. Serverfehler 500, PHP Warnings oder die Meldung, dass die Funktion als veraltet deklariert wird und dann geht im schlimmsten Fall nichts mehr. Daher sollte auf automatische Updates verzichtet werden oder nur Möglichkeit, Plugins, die nichts mit dem Design zu tun haben.

Jetzt solltest du doch nicht Updaten!

Kaum zu glauben, aber es gibt Menschen, die ignorieren den Hinweis „Das Plugin ist nicht mit Ihrer WordPress-Version kompatibel“. Der Knopf zum Updaten ist nicht vorhanden, da ist die einzige logische Lösung, das Plugin vom Hersteller herunterzuladen und das Plugin manuell hochzuladen. Was dann passiert, sollte eigentlich klar sein. Genau die Website geht nicht mehr. Daher ignoriert nicht diesen Hinweis.

WordPress lässt sich nicht aktualisieren

Wenn WordPress sich nicht updaten lässt, hat es meistens 3 Ursachen.

  1. Versuche die Aktualisierung noch mal
  2. Der Speicherplatz vom Webspace ist voll
  3. Die Dateiberechtigungen und Ordner Rechte stimmen nicht

Ist der Server voll, muss entweder aufgeräumt werden und Daten gelöscht werden oder es muss mehr Speicherplatz beim Provider hinzugebucht werden.

Bei den Rechten sollten Ordner auf 755 und Dateien auf 644 eingestellt werden. Die wp-config.php sollte zwischen 400 und 644 eingestellt werden. Wenn andere Rechte eingetragen sind, so hat das CMS nicht das Recht, die Dateien zu überschreiben.
Stelle niemals eine Datei auf 777!

Was passiert bei einer WordPress Aktualisierung?

Jedes Theme und Plugin besteht aus PHP-Dateien. PHP ist eine Programmiersprache. In jeder Datei stehen Programmcodes. Bei einem Update werden Teile vom Programmcode überschrieben und mit neuem Code ersetzt. Bei einer WordPress Core Aktualisieren können Funktionen im Code entfernt werden, weil sie nicht sicher sind. Plugins und Themes verwenden die Funktionen von WordPress. Sollte also eine WordPress-Funktion entfernt worden sein und das Plugin versucht die nicht vorhandene Funktion aufzurufen, gibt es eine Fehlermeldung und die Seiten geht nicht mehr.

Fazit

Kompliziert ist eine Wartung in WordPress nicht. Mangelnde Zeit sollte keine Ausrede sein, da schon für kleines Geld Agenturen diesen Service anbieten. Wenn du keine Lust auf WordPress Updates hast, kannst du mich gerne kontaktieren. Ich vermittle gerne an WordPress-Agenturen weiter.